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Maschinenfabrik Lauffer GmbH & Co. KG liefert im Rahmen des OptiFeLio Spitzenclusterprojektes neue Labor- und Versuchsmaschine an das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Im Rahmen von OptiFeLio, dem Projekt des Spitzenclusters Elektromobilität Süd-West - zur Erforschung von optimierten Design- und Produktionskonzepten für die Fertigung vonLithium-Ionen-Batteriegehäusen (kurz OptiFeLio) hat die Maschinenfabrik Lauffer GmbH & Co. KG aus Horb am Neckar vor Kurzem eine Tiefziehpresse vom Typ VA 10 an das wbkInstitut für Produktionstechnik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) übergeben.

Ziel des Projektes OptiFeLio, bestehend aus den Partnern Daimler, ElringKlinger, Fraunhofer ICT, GreenIng, Lauffer, Manz, dem wbk – Institut für Produktionstechnik und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), ist es, die heute noch kostenintensiven Produktionsprozesse bei der Fertigung von Zellgehäusen bei Pouch bzw. prismatischen Batteriezellen nachhaltig zu reduzieren und somit einen entscheidenden Beitrag zur Kostensenkung in der Elektromobilität zu leisten. Dieses Ziel soll unter anderem durch die Weiterentwicklung bestehender Herstellverfahren bei den Gehäusen von Lithium-Ionen-Zellen gelingen. So soll im Projektverlauf der Tiefziehprozess von Aluminiumverbundfolie zu Verpackungshalbschalen bei Pouch- Verpackungen durch Kaltumformen verbessert und die Ergebnisse mittels Demonstrator validiert werden.

Die nun an das wbk Institut für Produktionstechnik gelieferte Tiefziehpresse vom Typ VA10 dient der Erprobung für das Tiefziehen von Aluminiumverbundfolie. Endprodukt dieses Produktionsschrittes ist eine tiefgezogene Halbschale aus Aluminiumverbundfolie. Zwei dieser geformten Halbschalen können in späteren Prozessschritten zu einer Pouch-Batteriezelle vereint werden. Durch die Säulenbauweise der zweifach wirkenden Maschine mit 100 Tonnen Presskraft ist eine gute Zugänglichkeit zum Pressraum gewährleistet. Zudem ist hierdurch eine eventuell spätere Integration einer Automatisierungslösung (z.B. Teilebe- und entladung) sehr einfach und flexibel möglich.

Alle Einzelkomponenten der Versuchsmaschine sind in ein gemeinsames Grundgestell integriert worden. Die daraus resultierende kompakte Bauweise ermöglicht eine flexible Aufstellung der Presse. Da die Maschine luftgekühlt ist, wird für deren Betrieb lediglich ein Stromanschluß benötigt. Direkt integrierte Wegmess-Sensoren sorgen zudem für eine präzise und störungsfreie Steuerung des Werkzeugstempels sowie des blechhaltenden Stößels. Durch elektrische Heizplatten lässt sich das eingebaute Werkzeug erwärmen und damit der Tiefziehprozess zusätzlich positiv beeinflussen. Darüber hinaus sind in der Versuchsmaschine Pneumatikzylinder für eine Lochfunktion des Werkzeuges integriert. Durch die Lochung der Verbundfolie können in weiteren Schritten zwei der tiefgezogenen Halbschalen exakt passend zusammengeführt und in einem späteren Prozess verschweißt werden. Verstellbare Festanschläge, seitlich an der Presse angeordnet, ermöglichen das Einstellen eines definierten Ziehspalts.

Das Projektteam von OptiFeLio hat zum 1. Oktober 2014 seine Arbeit aufgenommen und wird bis 30.09.2017 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt 1,74 Mio. Euro gefördert.

Über die Maschinenfabrik Lauffer GmbH & Co. KG:

Die Maschinenfabrik Lauffer ist ein Hersteller von hydraulischen Pressen für die Elektronik und Metallverarbeitende Industrie. Das 1872 gegründete Familienunternehmen mit Sitz in Horb am Neckar beschäftigt ca. 240 Mitarbeiter und gilt mit seinen Produkten zu den führenden Herstellern von Maschinen und Anlagen in den Bereichen Laminiertechnik, Kunststoff- und Umhülltechnik, Umformtechnik sowie Pulvertechnologie. LAUFFER wird von seinen Kunden vor allem für seine hohe Innovationskraft, die Zuverlässigkeit und Qualität der Systeme und Anlagen sowie die Flexibilität im Erarbeiten von komplexen Lösungen geschätzt. Mit einem Exportanteil von ungefähr 70% sind die Produkte von Lauffer weltweit bei Kunden im Einsatz.

Weitere Informationen unter: www.lauffer.de

Über das Spitzencluster Elektromobilität Süd-West:

Mit rund 100 Akteuren aus Industrie und Wissenschaft ist der Spitzencluster Elektromobilität Süd-West einer der bedeutendsten regionalen Verbünde auf dem Gebiet der Elektromobilität. Der Cluster, der von der Landesagentur e-mobil BW GmbH gemanagt wird, verfolgt das Ziel, die Industrialisierung der Elektromobilität in Deutschland voranzubringen und Baden-Württemberg zu einem wesentlichen Anbieter elektromobiler Lösungen zu machen. In den vier Innovationsfeldern Fahrzeug, Energie, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sowie Produktion werden renommierte große, mittlere und kleine Unternehmen, insbesondere der Region Karlsruhe – Mannheim – Stuttgart – Ulm, untereinander und mit Forschungsinstituten vor Ort vernetzt. Darüber hinaus sorgen spezialisierte Arbeitsgruppen für eine übergreifende Themenbearbeitung, z.B. die AG Internationalisierung oder die AG intelligent move, die den Schwerpunkt Digitalisierung und automatisiertes Fahren hat.
Neben den Fördermitteln der Bundesregierung, die ausschließlich für die Forschungsprojekte eingesetzt werden, unterstützt das Land Baden-Württemberg den Cluster mit weiteren fünf Millionen Euro für Projekte der Aus- und Weiterbildung sowie Maßnahmen zur Internationalisierung des Clusters und seiner überwiegend kleinen und mittelständischen Clusterpartner.

Weitere Informationen siehe: www.emobil-sw.de/de/