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IHK-Außenhandelsausschuss bei Maschinenfabrik Lauffer in Horb Außenhandelsexperten informieren sich praxisnah


Zu Gast bei Lauffer: Die Mitglieder des IHK-Außenhandelsausschusses tagten beim weltweit tätigen Maschinenbauunternehmen Lauffer GmbH & Co.KG in Horb.


Foto: IHK

Rund 35 Mitglieder des IHK-Außenhandelsausschusses kamen auf Einladung der Maschinenfabrik Lauffer zu ihrer diesjährigen Frühjahrssitzung nach Horb. Das 1872 gegründete Familienunternehmen gehört zu den führenden Herstellern von Maschinen und Anlagen in den Bereichen Laminier- und Kunststoff- und Umhülltechnik sowie Umformtechnik und Pulvertechnologie. Geschäftsführer Christof Lauffer stellte den Ausschussmitgliedern die bedeutendsten Meilensteine der 144-jährigen Firmengeschichte vor, die von kontinuierlicher Expansion und Internationalisierung geprägt ist. „Mit einem Exportanteil von rund 65 Prozent sind die Produkte von Lauffer weltweit im Einsatz“, betonte Christof Lauffer, der nunmehr in der fünften Generation gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung Richard Lauffer und dem Technischen Geschäftsführer Markus Oechsle die Geschicke des Schwarzwälder Familienunternehmens lenkt und einen besonderen Fokus auf die Erschließung von Auslandsmärkten legt.

Im Mittelpunkt der Ausschusssitzung stand ein Vortrag von Vertretern des Luftfahrtbundesamtes über die Anforderungen an exportierende Unternehmen bei der Versendung von Luftfracht. Seit 2013 können nur Unternehmen, die vom Luftfahrtbundesamt als „bekannte Versender“ zugelassen sind, ihre Luftfracht im Rahmen einer „sicheren Lieferkette“ zügig abfertigen lassen. Besitzt ein Unternehmen diesen Status nicht, wird die Luftfracht vor dem Verladen ins Flugzeug aufwändigen Kontrollen unterzogen. Ziel dieser strengen Vorschriften ist es, terroristische Anschläge bei Luftfrachttransporten auszuschließen. Das Horber Unternehmen Lauffer hat die anspruchsvolle Zertifizierung des Luftfahrtbundesamtes zum „bekannten Versender“ mit Erfolg absolviert und ist dadurch in der Lage, Kunden in aller Welt ohne Verzögerungen per Luftfracht zu beliefern - ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, wenn es zum Beispiel um dringend benötigte Ersatzteile geht.

Im anschließenden Dialog mit der Leiterin des Zollamtes Pforzheim, Hildegard Peukert, und dem Leiter des Bereichs „Bewilligungen, Zölle“ des Hauptzollamts Karlsruhe, Klaus Martus, wurden aktuelle Brennpunkte in der Versand- und Exportabwicklung erörtert. Im Fokus stand das neue Zollrecht der Europäischen Union, das am 01. Mai 2016 in Kraft tritt. Erleichtert reagierten die Unternehmensvertreter auf die Mitteilung der Zollverwaltung, dass bestehende Bewilligungen für vereinfachte Ausfuhrverfahren auch nach dem 01.05.2016 weiter gelten.

Nach dem intensiven Erfahrungsaustausch der Außenhandelsexperten führten Geschäftsführer Christof Lauffer und Vertriebsleiter Ulrich Zeller die Ausschussmitglieder durch den Betrieb. Die Gäste waren beeindruckt von den vielfältigen Produktsegmenten und der hohen Innovationskraft des Pressen- und Anlagenbauers, der in Horb rund 240 Mitarbeiter beschäftigt. So entwickelt und produziert Lauffer beispielsweise Laminationsanlagen für die Herstellung von Smartcards und Ausweisdokumenten. Diese kommen unter anderem bei der Produktion von Bank- bzw. Bezahlkarten, Zutrittskarten und Ausweisdokumenten zum Einsatz. Zum weltweiten Kundenkreis von Lauffer gehören neben einer Vielzahl von kleinen und mittelständischen Herstellern auch multinationale Konzerne und Staatsdruckereien. Dass Ausbildung und Nachwuchsförderung bei Lauffer mit Leidenschaft betrieben wird, wurde den Ausschussmitgliedern im Gespräch mit dem Leiter der gewerblichen Ausbildung, Matthias Krauß, deutlich. Auszubildende verantworten teilweise komplette Pressen-Projekte, von der Konstruktion über die Beschaffung bis hin zur Montage. Neben der Praxisorientierung wird bei dem Horber Unternehmen auch internationale Kompetenz groß geschrieben. So bekommen Auszubildende beispielsweise die Möglichkeit, erfahrene Kollegen bei ihren Auslandseinsätzen zu begleiten. Dadurch lernen sie nicht nur Land und Leute kennen, sondern gewinnen wertvolles internationales Knowhow für ihre berufliche Zukunft.